Position Verbände

 

Die Haltung von Wirtschaft und Hauseigentümern des Kantons Bern zur Stromzukunft.

Gesicherte Stromversorgung: Wir wollen eine zuverlässige, preisgünstige und umweltfreundliche Stromversorgung. Sie sichert Wohlstand und Arbeitsplätze.
Keine Auslandabhängigkeit: Weil sich in Westeuropa massive Probleme bei der Stromversorgung abzeichnen, brauchen wir eine weitgehend einheimische Stromproduktion. Wir dürfen nicht von teuren Importen abhängig werden.
Keine unverhältnismässigen Energieabgaben: Die Energiewende des Bundesrats bedingt Lenkungsabgaben mit «hoher Eingriffstiefe», wie er in einem Grundlagenbericht schreibt. Der Strompreis soll zwischen 2009 und 2050 um 162% auf 46,7 Rappen pro Kilowattstunde steigen, der Benzinpreis von 1.51 auf 4 Franken (+165%). Weitere Preiserhöhungen seien nötig. Solche Abgaben lehnen wir ab, weil sie der Wirtschaft schaden und die Kaufkraft der Haushalte schmälern.
Keine bernischen Alleingänge: Bernische Alleingänge lehnen wir ab. Der Bevölkerung und Wirtschaft in einem eher strukturschwachen und mit überdurchschnittlich hohen Steuern belasteten Kanton dürfen nicht noch weitere Kosten aufgebürdet werden.
Gesamtstrategie: Damit die Stromversorgung optimal gewährleistet werden kann, braucht es national eine Gesamtenergiestrategie. Sie muss aufzeigen, wie die Versorgung zu angemessenen Preisen jederzeit sichergestellt wird. Die Umsetzung muss pragmatisch und realistisch sein. Eine Energiewende darf nicht auf Wunschdenken basieren. Das Volk - und nicht das Parlament - muss das letzte Wort haben.
Option Kernenergie offenhalten: Die Option Kernenergie ist aufrechtzuerhalten – insbesondere mit Blick auf ihre technologische Entwicklung, die in verschiedenen Ländern aktiv vorangetrieben wird. Eine vorzeitige Abschaltung des Kernkraftwerks Mühleberg aus politischen Gründen lehnen wir ab.
Energieeffizienz und Erneuerbare: Massnahmen zum Energiesparen und zur Entwicklung von erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Biomasse, Geothermie sowie die Nutzung des Restpotenzials der Wasserkraft) sind zur Gewährleistung der Stromversorgung zu intensivieren. Dazu gehört es, die (bau)rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Marktwirtschaftliche Lösungen sind gesetzlichem Zwang vorzuziehen.