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 18.07.2013

Paradoxe Subventionitis

Geld für stillstehende Windparks

Die Subventionswirtschaft in Deutschland wird immer paradoxer: Selbst fürs Abschalten von Windturbinen gibts nun staatliche Gelder. Auch Schweizer Konzerne wie die BKW profitieren.

Dass die BKW von diesen deutschen Subventionen profitiert, ist ihr nicht zu verargen. Das Grundübel liegt vielmehr darin, dass Deutschland erneuerbare Energien wie Wind und Sonne dermassen stark unterstützt.

Weht an der Nord- und Ostseeküste starker Wind, fluten die Windparks das Netz mit Strom, der bisweilen gar nicht nachgefragt wird. Um die Netze stabil zu halten, sollten die Windparkbetreiber ihre Anlagen nun abschalten. Das machen sie aber aus verständlichen Gründen nicht. Denn der deutsche Staat garantiert für jede Kilowattstunde Strom 90 Euro, selbst wenn der Strom gar nicht nachgefragt wird.

Um das Problem zu entschärfen, hat Deutschland eine neue Subvention erfunden. Windparkbetreiber, die ihre Anlagen bei nicht nachgefragtem Strom vom Netz nehmen, erhalten zusätzlich staatliche Gelder. Es gibt also Geld fürs Nicht-Produzieren. Wie andere Schweizer Energiekonzerne beteiligt sich auch die BKW an diesem System. Sie hat 50 deutsche Windparks unter Vertrag, die bei Bedarf vom Netz genommen werden können.
(Quelle: Berner Zeitung)

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