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 08.08.2018

Ensi

Hitze kein Sicherheitsproblem für AKW

Die aktuell hohen Wassertemperaturen aufgrund der Sommerhitze stellen für die Sicherheit der Schweizer AKW kein Problem dar. Das verlautet das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi).

«Die Kernkraftwerke müssen beim Betrieb Rücksicht auf die Umwelt nehmen. Sicherheitstechnisch stellen die Wassertemperaturen keine Gefahr dar», schreibt die Aufsichtsbehörde. Dabei sind die Kühlsysteme der Schweizer Kernkraftwerke unterschiedlich ausgelegt, wie es weiter heisst. Das Ensi stellt damit Falschmeldungen verschiedener Medien richtig.

So erfolgt die Kühlung in Beznau und Mühleberg mit Flusswasser, in Gösgen und Leibstadt dagegen durch einen Kühlturm. «Steigen die Flusstemperaturen an, sinkt die Kühlleistung», so das Ensi mit Bezug auf Beznau und Mühleberg. Gemäss Aufsichtsbehörde haben die Kernkraftwerke in der Schweiz nachgewiesen, dass sie Wassertemperaturen bis über 28 Grad Celsius beherrschen. «Da die Temperaturen nicht plötzlich steigen, können die Reaktoren rechtzeitig die Leistung reduzieren oder ganz abgefahren werden», so das Ensi weiter. Somit würden hohe Flusstemperaturen kein Sicherheitsrisiko darstellen.

Insbesondere jene Kernkraftwerke, die nicht über einen Kühlturm verfügen, wärmen den Fluss mit dem zurückgeführten Kühlwasser leicht auf. Die Gewässerschutzgesetzgebung schreibt vor, welche Bedingungen dabei eingehalten werden müssen. Bei höheren Flusstemperaturen im Sommer kann gemäss Behördenangaben die Situation eintreten, dass die Kernkraftwerke ihre Leistung reduzieren müssen, um diese Bedingungen einzuhalten. Vollzugsbehörde ist das Bundesamt für Energie (BFE). Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) berät das BFE insbesondere, ob allenfalls Massnahmen gegen zu hohe Flusstemperaturen ergriffen werden sollen.

Auch deutsche Kraftwerke haben Kühlwasserproblem Angesichts der hohen Temperaturen müssen Kraftwerke nicht nur in der Schweiz ihre Leistung drosseln, wie etwa in Beznau und Mühleberg, auch in Deutschland wird das Kühlwasser zum Problem. So hat die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg Ende Juli wasserrechtliche Ausnahmegenehmigungen für Rhein und Neckar erteilt. Statt bis auf 28 Grad darf die Wassertemperatur an der Einleitungsstelle auf 28,5 Grad ansteigen. Unter anderen nutzten dies das Grosskraftwerk Mannheim und das Kernkraftwerk Philippsburg. Vorsorgliche Antragsteller, darunter das RDK Karlsruhe oder das Heizkraftwerk Stuttgart-Münster am Neckar, sollen ebenfalls eine Genehmigung «auf Widerruf» erhalten.
(Quelle: energate-messenger)

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