News

 

Neuigkeiten, Wissenswertes, Spannendes und Erhellendes kurz zusammengefasst.

 11.02.2019

Gebäudevorschriften

Kantone sind im Verzug

Die Kantone müssen strengere Regeln für Gebäude in Kraft setzen. Doch sie sind im Verzug. Mit dem knappen Nein im Kanton Bern zum neuen Energiegesetz fehlt der Rückenwind.

Das trifft laut Zahlen des Bundesamts für Umwelt (Bafu) zwar für das Zwischenziel im Jahr 2015 - minus 22 Prozent CO2-Emissionen im Gebäudebereich gegenüber 1990 - zu. Bis 2020 beträgt das Sektorziel des Bundesrats indes minus 40 Prozent. Und dieser Wert dürfte laut einer Studie des Bafu kaum zu erreichen sein. Auch Olivier Brenner von der EnDK sagt, das 40-Prozent-Ziel sei ohne zusätzliche Massnahmen «nicht einhaltbar». Und verweist etwa darauf, dass in der Schweiz 2018 immer noch mehr fossile Heizkessel verkauft wurden als Wärmepumpen, die erneuerbare Energie liefern.

Zum Begriff Muken
Zukunft der Schweizer Gebäude

Es ist ein sperriger Begriff, doch dahinter verbirgt sich die Zukunft der Schweizer Gebäude. Die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) haben möglichst einheitliche kantonale Vorschriften im Gebäudebereich zum Ziel. Sie wurden 1992 erstmals erarbeitet. Die neueste Fassung verabschiedeten die kantonalen Energiedirektoren im Januar 2015. Die Kantone machten Ernst mit der Energiewende, teilten sie damals mit. Seither sind die Kantone daran, ihre Gesetze zu überarbeiten und an die Vorschriften anzupassen. Die neuen MuKEen stehen im Zeichen der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien. So müssen etwa Hausbesitzer, die ihre Ölheizung sanieren wollen, künftig mindestens zehn Prozent ihres Energiebedarfs durch erneuerbare Quellen decken.
(Quelle: Aargauer Zeitung)

zurück